Die belgische Justiz steht vor einer großen Ressourcenkrise, da ihr Budget nur 0,7 % des BIP beträgt, verglichen mit durchschnittlich 2 % in Europa. Diese Unterfinanzierung führt zu unerträglichen Bearbeitungsverzögerungen für Familien, wie zum Beispiel bei dem 2014 verstorbenen kleinen Zachary, dessen Prozess nach zahlreichen Richterwechseln erst sechs Jahre später angesetzt wurde. Opfer gewalttätiger Angriffe werden außerdem ständig angezeigt, was zu einem Gefühl der Straflosigkeit und einer tiefen psychischen Belastung führt. Angesichts dieses eklatanten Personalmangels warnen Richter und Anwälte vor einem Systemversagen, das Prozessparteien davon abhält, zu trauern.
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