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Was ist ein Reservenachweis? (Börsentransparenz)

Proof of Reserves (PoR) is a cryptographic audit where exchanges prove on-chain asset custody via Merkle trees and signatures—verifying user balance inclusion without exposing private data, but not guaranteeing solvency or liability coverage.

Jan 07, 2026 at 02:20 pm

Definition und Kernkonzept

1. Proof of Reserves (PoR) ist ein kryptografischer Prüfmechanismus, der von Kryptowährungsbörsen verwendet wird, um öffentlich nachzuweisen, dass sie über ausreichende On-Chain-Vermögenswerte verfügen, um alle Benutzereinlagen abzudecken.

2. Es basiert auf überprüfbaren Blockchain-Daten, Merkle-Baumstrukturen und kryptografischen Signaturen, um die Guthaben einzelner Benutzer mit den aggregierten Wallet-Beständen der Börse zu verknüpfen.

3. Der Prozess umfasst in der Regel die Veröffentlichung eines Snapshots der Hot- und Cold-Wallet-Adressen der Börse sowie eines Merkle-Roots, der aus gehashten Benutzerkontoständen abgeleitet wird.

4. Benutzer können mithilfe eines bereitgestellten Nachweises unabhängig überprüfen, ob ihr spezifisches Guthaben im Merkle-Baum erscheint, und die Aufnahme bestätigen, ohne sensible persönliche Daten preiszugeben.

5. Im Gegensatz zu herkömmlichen Finanzprüfungen bewertet PoR nicht die Zahlungsfähigkeit, Verbindlichkeiten oder Off-Chain-Verpflichtungen – es bestätigt nur die Verwahrung von Vermögenswerten zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Technische Implementierungsschritte

1. Eine Börse erstellt eine Liste aller Benutzereinlagen ab einem bestimmten Zeitstempel, sortiert sie nach Benutzer-ID oder Hash und weist jedem einen Blattknoten in einem Merkle-Baum zu.

2. Jedes Blatt enthält einen SHA-256-Hash der Benutzerkennung, verkettet mit seinem Guthaben, um Unveränderlichkeit und Datenschutz zu gewährleisten.

3. Die Börse aggregiert ihre bekannten On-Chain-Wallet-Guthaben über mehrere Blockchains und generiert einen Gesamtreservewert, der auf native Token (z. B. BTC, ETH, USDT) lautet.

4. Mit dem von der Börse festgelegten Signaturschlüssel wird eine kryptografische Signatur erstellt, die bestätigt, dass der Merkle-Stamm mit den veröffentlichten Wallet-Guthaben und dem Zeitstempel übereinstimmt.

5. Der Merkle-Stamm, die signierte Bescheinigung, die Wallet-Adressen und die vollständigen Nachweise des Merkle-Baums werden auf der Website der Börse veröffentlicht und oft auf IPFS oder Blockchain-basiertem Speicher gespiegelt.

Einschränkungen und bekannte Lücken

1. PoR bestätigt nicht, ob die Reserven vollständig von den Betriebsmitteln getrennt sind – Vermögenswerte können ohne Offenlegung verpfändet, verliehen oder weiterverpfändet werden.

2. Es bietet keinen Einblick in die Verbindlichkeiten: Synthetische Positionen, Futures-Verpflichtungen, Margin-Darlehen oder Stablecoin-Einlösungsversprechen bleiben ungeprüft.

3. Timing-Diskrepanzen spielen eine Rolle – um 00:00 UTC verifizierte Reserven spiegeln möglicherweise nicht die Echtzeitliquidität wider, wenn große Abhebungen wenige Minuten später erfolgen.

4. Die Überprüfung des Wallet-Besitzes hängt von von der Börse kontrollierten Schlüsseln ab; Bescheinigungen Dritter oder Unterzeichner mit mehreren Signaturen sind selten und nicht standardisiert.

5. Stablecoin-Reserven stellen einzigartige Herausforderungen dar – USDC- oder DAI-Bestände können durch Off-Chain-Bankinstrumente gedeckt sein, die für die On-Chain-Analyse unsichtbar sind.

Akzeptanzmuster der Branche

1. Binance veröffentlichte seinen ersten öffentlichen PoR-Bericht im Jahr 2022 und veröffentlichte monatliche Merkle-Bäume für BTC, ETH und BUSD, die später auf über 20 Vermögenswerte erweitert wurden.

2. Kraken führte im Jahr 2023 den „Proof of Solvency“ ein und kombiniert PoR mit Haftungsschätzungen, die aus internen Buchhaltungssystemen abgeleitet werden – nicht unabhängig geprüft.

3. Bybit und OKX veröffentlichen interaktive PoR-Dashboards, in denen Benutzer ihre UID eingeben können, um personalisierte Einschlussnachweise in Echtzeit abzurufen.

4. Dezentrale Börsen wie dYdX vermeiden PoR vollständig und verlassen sich stattdessen auf On-Chain-Smart-Contract-Transparenz und Self-Custody-Modelle.

5. Einige Plattformen wie Crypto.com und KuCoin haben zeitweise PoR-Berichte veröffentlicht, oft aufgrund von regulatorischem Druck oder Marktvolatilitätsereignissen.

Häufig gestellte Fragen

F: Garantiert der Reservennachweis, dass eine Börse Abhebungen nicht einfriert? Nein. PoR bestätigt die Existenz von Vermögenswerten zu einem bestimmten Zeitpunkt, erlegt jedoch keine betrieblichen Einschränkungen hinsichtlich der Abhebungsrichtlinien, des Liquiditätsmanagements oder des gesetzlichen Einfrierens auf.

F: Kann eine Börse einen Merkle-Root fälschen, indem sie Benutzerkontostandsdaten manipuliert? Ja – wenn die Börse sowohl die Benutzerdatenbank als auch den Signaturschlüssel kontrolliert, könnte sie einen synthetischen Merkle-Baum ohne entsprechende On-Chain-Mittel generieren. Die unabhängige Überprüfung des Wallet-Besitzes bleibt von entscheidender Bedeutung.

F: Warum veröffentlichen nicht alle Börsen PoR-Berichte? Die betriebliche Komplexität, Bedenken hinsichtlich der Gefährdung der Wallet-Infrastruktur durch Angreifer, das Fehlen regulatorischer Vorgaben und das Fehlen standardisierter Rahmenwerke verhindern eine allgemeine Einführung.

F: Ist eine Prüfung durch Dritte gleichbedeutend mit dem Nachweis von Reserven? Nicht unbedingt. Bei herkömmlichen Buchhaltungsprüfungen werden Bücher, Verträge und Kontoauszüge untersucht. PoR ist ausschließlich in der Kette und kryptografisch – weder ersetzt noch validiert es das andere.

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